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Fragen zur Rotlichttherapie Teil 1: Geräte, Wellenlängen und Infrarotlicht erklärt
Die Rotlichttherapie (PBM) wirft tendenziell immer wieder die gleichen Fragen auf. Deshalb widmen wir diese Serie den Themen, von denen wir am häufigsten hören. In diesem ersten Teil behandeln wir Rotlichttherapie-Geräte, ob mehr Wellenlängen tatsächlich besser sind, warum manche LEDs scheinbar nicht funktionieren und den Unterschied zwischen Rotlichttherapie und anderen Formen von Infrarotlicht.
Wir betrachten auch die Unterschiede zwischen den Vivo-Modellen. Falls Ihre Frage hier nicht beantwortet wird, besuchen Sie unsere vollständige FAQ-Seite für weitere Informationen.
Fragen zu Geräten und Technik
Es sieht so aus, als ob einige der Lichter nicht leuchten. Ist das normal?
Die kurze Antwort: Ja, völlig normal. Nahinfrarot-LEDs sind kaum sichtbar, da Nahinfrarotlicht außerhalb des sichtbaren Spektrums liegt. Wellenlängen wie 810, 830, 850 und 1060 nm sind für das bloße Auge praktisch unsichtbar, obwohl sie einwandfrei funktionieren.
Unsere Panels kombinieren sichtbares Rotlicht mit Nahinfrarotlicht (NIR). Das menschliche Auge nimmt Licht in einem Bereich von etwa 380 bis 780 Nanometern (nm) wahr. Rotlicht liegt bei etwa 620 bis 750 nm und ist deutlich sichtbar. Nahinfrarot beginnt knapp oberhalb dieses Bereichs und ist für uns fast gänzlich unsichtbar.
Je nach Modell verwenden Vivo-Panels sichtbare rote Wellenlängen wie 630 nm, 660 nm und 670 nm neben Nahinfrarot-Wellenlängen wie 810 nm, 830 nm, 850 nm und bei einigen Modellen 1060 nm. Aus diesem Grund leuchten die roten LEDs sichtbar, während die NIR-LEDs schwach oder sogar völlig ausgeschaltet erscheinen, obwohl sie voll aktiv sind.
Ein einfacher Vergleich: Eine klassische TV-Fernbedienung verwendet unsichtbares Nahinfrarotlicht um 940 nm. Man kann es nicht sehen, aber das Signal ist da und funktioniert einwandfrei. Die Nahinfrarot-LEDs in einem Rotlichtpanel funktionieren genau auf die gleiche Weise. Unsichtbar bedeutet nicht abwesend.
Rotlicht wird primär mit oberflächlicheren Anwendungen in Verbindung gebracht, während Nahinfrarot tiefer in das Gewebe eindringt. Dennoch gibt es erhebliche Überschneidungen in ihrer Wirkungsweise, weshalb beide so oft in einem einzigen Panel kombiniert werden.
Wie tief das Licht eindringt, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, darunter die Wellenlänge, die Lichtintensität, der Abstand zum Körper und die Art des behandelten Gewebes.
In einem abgedunkelten Raum bemerken Sie möglicherweise ein schwaches rötliches oder violettes Leuchten der NIR-LEDs. Eine Telefonkamera kann Nahinfrarot oft deutlicher erkennen als das bloße Auge, was jedoch je nach Gerät variiert; dies ist eine nützliche Methode, um zu prüfen, ob Ihre NIR-LEDs aktiv sind.
Sind mehr Wellenlängen besser?
Die kurze Antwort: Nicht automatisch. Es kommt nicht auf die Anzahl der Wellenlängen an, sondern auf die richtigen Wellenlängen, die in ausreichender Stärke und mit der korrekten Dosierung abgegeben werden.
In der Rotlichttherapie, auch bekannt als Photobiomodulation (PBM), sind Wellenlängen die Grundlage für die Wirkungsweise der Therapie. Eine Wellenlänge ist im Grunde die „Farbe“ des Lichts. Sie bestimmt nicht nur, wie tief das Licht in das Gewebe eindringen kann, sondern auch, welche Prozesse in und um die Zelle beeinflusst werden.
Rote Wellenlängen um 630 bis 680 nm werden in der PBM-Forschung oft mit der Cytochrom-C-Oxidase (CCO) in Verbindung gebracht, einem Enzym in den Mitochondrien, das an zellulären Energieprozessen beteiligt ist. Nahinfrarot im Bereich von etwa 800 bis 1100 nm wird häufiger mit tieferer Gewebepenetration und zusätzlichen Mechanismen verknüpft, einschließlich des Einflusses auf Wassermoleküle in und um die Zellen.
All dies bedeutet nicht, dass mehr Wellenlängen automatisch zu besseren Ergebnissen führen. In der Praxis zählt eine wohlüberlegte Auswahl aktiver Wellenlängen, die in ausreichender Stärke vorhanden sind. Wenn zu viele verschiedene Wellenlängen in ein Panel gepackt werden, besteht das Risiko, dass die Lichtleistung zu dünn verteilt wird, was die effektive Dosis bei jeder relevanten Wellenlänge verringert.
Stellen Sie es sich wie einen Smoothie vor: Ein paar gut gewählte Zutaten können wunderbar zusammenwirken, aber wenn man zu viele hinzufügt, geht das Gleichgewicht verloren.
Eine kluge Kombination einer begrenzten Anzahl gut erforschter Wellenlängen ist daher oft effektiver als ein Panel, das auf dem Papier beeindruckend aussieht, aber bei jeder einzelnen Wellenlänge zu wenig liefert.
Internationale Richtlinien, einschließlich derer der WALT (World Association for Photobiomodulation Therapy), betonen ebenfalls, dass die Wirksamkeit der Rotlichttherapie von mehreren Faktoren abhängt, nicht nur von der Wellenlänge, sondern auch von der Lichtintensität, der Dosierung und der Behandlungszeit. Wie ihre Leitlinien anmerken, kann sowohl zu wenig als auch zu viel Licht die Ergebnisse mindern.
Kurz gesagt: Achten Sie nicht nur darauf, wie viele Wellenlängen ein Panel bietet. Konzentrieren Sie sich darauf, welche Wellenlängen es sind, wie stark sie sind und was die richtige Dosierung für Ihre spezifische Anwendung ist.
Diese Grafik zeigt, dass die am besten etablierten PBM-Wellenlängen um 633 nm, 660 nm, 808/810 nm und 830 nm zentriert sind.
Zusätzliche Wellenlängen wie 670 nm und 1064 nm sind durchaus interessante Ergänzungen, aber sie sind keine Voraussetzung dafür, dass ein Panel effektiv ist oder tief eindringt.
Was ist der Unterschied zwischen dem BioPhoton 3.0 und dem BioPhoton+?
Die kurze Antwort: Das BioPhoton 3.0 ist der leichtere, sanftere Allrounder; das BioPhoton+ ist die leistungsstärkere Version, die für kürzere Behandlungszeiten konzipiert wurde. Beide bieten denselben Hybrid-Ansatz: aus der Ferne nutzbar und sicher direkt auf der Haut, ohne Lüftergeräusche.
Beide Modelle verwenden dieselben fünf roten und nahinfraroten Wellenlängen und sind passiv gekühlt, was bedeutet: kein Lüfter, kein störendes Geräusch und ein ruhigeres, entspannteres Behandlungserlebnis mit praktisch nicht messbaren EMF.
Der Hauptunterschied liegt in der Leistungsabgabe und der Bauweise. Das BioPhoton 3.0 ist das leichtere, sanftere Modell. Es lässt sich leicht positionieren und eignet sich gut für einen ruhigen, kontrollierten Dosierungsansatz, was es zu einer zugänglichen Allround-Wahl für viele Menschen macht, auch für diejenigen, die eine sanftere Behandlung bevorzugen.
Das BioPhoton+ ist die leistungsstärkere und robustere Option. Seine höhere Lichtleistung bedeutet, dass im Allgemeinen kürzere Behandlungszeiten ausreichen, was es besonders attraktiv für diejenigen macht, die effizienter behandeln möchten oder nach einem Gerät in Profiqualität suchen.
Ist Rotlichttherapie dasselbe wie eine Infrarotsauna oder eine Wärmelampe?
Die kurze Antwort: Nein. Eine Infrarotsauna oder Wärmelampe arbeitet primär durch Wärme, während Rotlichttherapie durch spezifische Lichtwellenlängen wirkt, die zelluläre Prozesse unterstützen.
Diese Begriffe werden online oft synonym verwendet, aber sie sind nicht dasselbe. Eine Infrarotsauna verwendet typischerweise Ferninfrarot (FIR), etwa ab 3000 nm aufwärts, und ist primär darauf ausgelegt, den Körper zu erwärmen. Der Effekt ist daher hauptsächlich thermisch: Wärme, Schwitzen, Entspannung und verbesserte Durchblutung.
Rotlichttherapie oder Photobiomodulation (PBM) funktioniert anders. Der Fokus liegt nicht auf Wärme, sondern auf spezifischen Photonen aus rotem und nahinfrarotem Licht, grob im Bereich von 630 bis 1100 nm, die biologische Prozesse im Gewebe beeinflussen können. PBM wird in der wissenschaftlichen Literatur als nicht-thermische Lichtanwendung beschrieben. Forscher bezeichnen sie immer noch regelmäßig als LLLT (Low-Level-Lasertherapie) oder Kaltlasertherapie, auch wenn sich ein Gerät in der Praxis angenehm warm anfühlen kann, ähnlich wie sanfter Frühlingssonnenschein.
Das bedeutet nicht, dass das eine besser ist als das andere. Sie dienen lediglich unterschiedlichen Zwecken. Wärme kann für Entspannung, Durchblutung und Muskelverspannungen wirklich vorteilhaft sein. PBM wird primär im Kontext der Unterstützung der Regeneration, Schmerzmodulation und Entzündungsregulation diskutiert, ohne dass Wärme der primäre Mechanismus ist.
Auch die Augensicherheit ist hier hervorzuheben. Eine Infrarotsauna oder Wärmelampe ist nicht dafür gedacht, hineinzuschauen, und eine längere oder intensive Infrarotexposition kann Augenschäden verursachen, auch an der Linse. PBM für die Augen ist ein völlig separater Forschungsbereich, wobei rotes und nahinfrarotes Licht in einigen Studien vielversprechende Ergebnisse für die Augengesundheit gezeigt haben, einschließlich Netzhaut- und Makulaerkrankungen.
Beide können nebeneinander verwendet werden, wobei es sich lohnt, sie in getrennten Sitzungen durchzuführen, wenn Ihr Ziel darin besteht, die lichtbasierten Effekte von PBM zu maximieren. Es gibt Hinweise darauf, dass die Hauttemperatur beeinflussen kann, wie sich Licht im Gewebe verteilt, wobei kühlere Haut potenziell eine etwas tiefere Penetration ermöglicht. Aus diesem Grund ist die Kombination von Rotlichttherapie mit intensiven Wärmequellen wie einer Sauna oder Wärmelampe in derselben Sitzung möglicherweise nicht ideal.
Kurz gesagt: Eine Infrarotsauna oder Wärmelampe wirkt primär durch Wärme. Rotlichttherapie nutzt spezifische Lichtwellenlängen, um biologische Prozesse im Körper zu unterstützen, ohne dass Wärme das primäre Ziel ist. Sie werden häufig verwechselt, sind aber nicht dasselbe und sind meist für unterschiedliche Zwecke am wertvollsten.















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