Red Light Therapy, Led face masken– Hype?

Wilma erklärt:

LED-Gesichtsmasken: smarte Investition oder nur Hype?

Rotlicht ist in den letzten Jahren enorm beliebt geworden, und die LED-Gesichtsmaske ist vermutlich das bekannteste Beispiel. Bei Dutch Health Store bekommen wir dazu jede Woche Fragen. Wirkt es wirklich? Ist es sicher? Und ist eine Maske die beste Art, Rotlicht für Ihre Haut zu nutzen?

Damit ich diese Fragen wirklich fundiert beantworten kann, schaut sich dieser Blog im Detail an, wie Rotlicht wirkt, welche Wissenschaft dahintersteht, welche Kriterien zählen und welche Ergebnisse ein Praxistest mit einer Premium-LED-Maske zeigt. Außerdem teile ich praktische Tipps zu Anwendung, Sicherheit und zur Wahl des richtigen Geräts. Kein Marketing-Gerede, sondern eine ehrliche Geschichte.

Rotlicht wirkt – aber anders, als Sie vielleicht denken

Ich beginne mit diesem Punkt: Rotlicht wirkt. Nicht als Wundermittel, sondern als bewährtes Tool, das Ihren Körper bei Regeneration, Hautgesundheit und Entspannung unterstützt. Menschen, die es regelmäßig und bewusst nutzen, merken den Unterschied wirklich.

Es ist auch längst keine Nische mehr für Spitzensportler oder Biohacker. Immer mehr Menschen integrieren Rotlicht in ihre tägliche Routine – ganz einfach zu Hause – und mit großartigen Ergebnissen.

Von der Klinik ins Wohnzimmer

Früher fand man Rotlicht vor allem in Kliniken, Kosmetikstudios und physiotherapeutischen Praxen. Nach und nach ist es in die Haushalte eingezogen. Zuerst über große Panels, später über immer kompaktere und zugänglichere Geräte.

Dieser Wandel hat Rotlicht für viel mehr Menschen verfügbar gemacht. LED-Masken haben dabei eine große Rolle gespielt. Sie sind wiedererkennbar, leicht zu bedienen und brauchen wenig Erklärung. Dank unzähliger Social-Media-Posts und Influencer-Kooperationen wurden sie in sehr kurzer Zeit völlig normal. Für viele Menschen ist eine Maske inzwischen das Bild von Rotlichttherapie.

Und fairerweise: Das ist im Grunde etwas Gutes. Der LED-Masken-Hype hat Rotlicht buchstäblich in die Wohnzimmer gebracht. Er hat Neugier geweckt und das Gespräch über Licht und Gesundheit angestoßen.

Warum Rotlicht so gut wirken kann

Rotlicht wirkt nicht, weil es beliebt ist, sondern weil es dafür eine biologische Erklärung gibt. Unser Körper reagiert auf Licht – das hat er schon immer getan. Bestimmte Wellenlängen von rotem und nahinfrarotem Licht haben eine besondere, gut erforschte Wirkung. In der Wissenschaft nennt man diesen Prozess Photobiomodulation.

Wenn dieses Licht Ihre Haut erreicht, dringt es in das darunterliegende Gewebe ein. Dort wird es von den Mitochondrien, den Kraftwerken Ihrer Zellen, aufgenommen. Ein Schlüsselenzym in diesem Prozess ist die Cytochrom-c-Oxidase. Wenn dieses Enzym Licht absorbiert, können Zellen Energie (ATP) effizienter produzieren. Mehr Energie bedeutet, dass Zellen ihre Aufgaben besser erfüllen können – etwa Reparaturprozesse und die Bildung neuer Bausteine.

In der Haut geht es dabei vor allem um:

Bessere Durchblutung, sodass Sauerstoff und Nährstoffe die Hautzellen leichter erreichen.
Weniger Entzündungen, was bei Rötungen und unruhiger Haut helfen kann.
Unterstützung der Kollagenproduktion, wichtig für Festigkeit und Elastizität.

Rotlicht ist also keine Magie, sondern ein Reiz, der Ihrem Körper hilft, das zu tun, was er von Natur aus bereits kann.

Was sagt die Forschung?

Inzwischen gibt es viel Forschung zu Rotlicht und der Haut. Ein bekanntes Beispiel ist eine kontrollierte Studie von Wunsch und Matuschka aus dem Jahr 2014. Die Teilnehmenden erhielten über mehrere Wochen Behandlungen mit rotem und nahinfrarotem Licht. Die Forschenden sahen eine Verbesserung der Hautstruktur, weniger feine Linien und eine Zunahme der Kollagendichte, gemessen per Ultraschall. Ein Review von Avci und Kolleg:innen aus 2013 beschreibt außerdem mögliche Anwendungen der Lichttherapie bei Hautalterung, Wundheilung und Akne.

Wichtig zu wissen: Die meisten Studien arbeiten mit Panels oder Lampen in festem Abstand und mit einer sorgfältig kontrollierten Dosis. Das wird relevant, wenn wir uns Masken ansehen.

Kein Quick Fix

Eines möchte ich gleich klarstellen: Rotlicht ist kein Quick Fix. Sie fühlen sich vielleicht direkt nach einer Session entspannter, aber nach drei Anwendungen haben Sie nicht plötzlich eine komplett andere Haut. Der Effekt ist subtil und kumulativ. Sie geben Ihrem Körper immer wieder denselben Lichtreiz und unterstützen Prozesse über einen längeren Zeitraum.

Realistisch gesehen bemerken die meisten Menschen die ersten Veränderungen nach vier bis sechs Wochen, etwa einen frischeren Teint oder ein ebenmäßigeres Hautbild. Für Effekte bei feinen Linien und Festigkeit sollten Sie eher mit acht bis zwölf Wochen regelmäßiger Anwendung rechnen. Das braucht Konsequenz.

Mehr Licht ist nicht besser

Genau hier geht es in der Praxis oft schief. Viele Menschen schauen vor allem auf Leistung und Intensität. Je stärker, desto besser, denken sie. Doch bei Rotlicht ist Beständigkeit fast immer wichtiger als brachiale Power. Ein gut ausbalancierter Reiz, den Sie leicht durchhalten, bringt mehr als eine gelegentliche Extrem-Session.

Dieses Prinzip ist aus der Forschung gut bekannt und heißt biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehung. Unter anderem Huang und Kolleg:innen haben es 2009 ausführlich beschrieben. Vereinfacht gesagt: Sowohl zu wenig als auch zu viel Licht bringt wenig bis keinen Effekt. Es gibt eine ideale Mittelzone. Die besten Ergebnisse kommen also nicht von der höchsten Intensität, sondern von der richtigen Dosis – konsequent angewendet.

So berechnen Sie die Dosis

Gut zu wissen: Sie können die Lichtdosis ganz einfach selbst berechnen. Die Formel lautet:

Dosis (J/cm²) = Intensität (mW/cm²) × Zeit (Sekunden) ÷ 1000

Ein Beispiel: Ein Gerät, das 20 mW/cm² auf Ihre Haut bringt, liefert in 5 Minuten (300 Sekunden) eine Dosis von 6 J/cm². Das liegt genau in der idealen Zone für die Haut. Aber Achtung: Das funktioniert nur, wenn Sie wissen, wie viel Licht tatsächlich auf Ihrer Haut ankommt. Und bei vielen Geräten ist genau das das Problem.

Funktioniert eine LED-Maske?

Kurze Antwort: Ja, eine LED-Maske mit Rotlicht kann funktionieren. Man muss es nicht komplizierter machen, als es ist.

Für viele Menschen fühlt sich eine Maske unkompliziert an. Aufsetzen, ein paar Minuten warten, fertig. Kein Hantieren mit Abstand, Einstellungen oder Aufbau. Sie passt leicht in die tägliche Routine – und genau das macht es vielen leichter, dranzubleiben.

Das ist genau die Stärke einer Maske. Sie senkt die Hürde und macht Rotlicht zugänglich. Für manche ist sie sogar der allererste Schritt in Richtung Lichttherapie.

Doch dann kommen die Fragen, die meiner Meinung nach viel zu selten gestellt werden:

Ist eine Maske auch die beste therapeutische Wahl für Ihre Haut?
Gibt es Nachteile bei dieser Art der Lichtanwendung?
Und könnten Sie mit denselben Wellenlängen auf eine andere Weise die gleichen oder sogar bessere Ergebnisse erzielen?

Um das ehrlich zu beantworten, müssen Sie auf die Faktoren schauen, die bestimmen, ob Rotlicht wirklich optimal eingesetzt wird.

Sieben Kriterien für eine gute Rotlicht-Hautbehandlung

Um zu beurteilen, ob ein Gerät echten therapeutischen Wert hat, schaue ich nicht auf Design oder Verpackung. Ich schaue darauf, was Ihre Haut tatsächlich erhält – und wie vorhersehbar und sicher das bei langfristiger Anwendung ist. Das sind die sieben Punkte, die für mich den Unterschied machen.

1. Die richtigen Wellenlängen
Für die Haut geht es vor allem um rotes Licht, insbesondere zwischen etwa 630 und 670 Nanometern. Hier liegt die meiste wissenschaftliche Evidenz für Hautsupport, Durchblutung und Kollagen. Nahinfrarotes Licht zwischen 810 und 850 Nanometern ist eine großartige Ergänzung für die tieferen Hautschichten.

2. Eine wirksame Dosis
Es geht nicht um Wattzahl oder die Anzahl der LEDs, sondern darum, wie viel Energie tatsächlich Ihre Haut erreicht. Diese Dosis wird in Joule pro Quadratzentimeter (J/cm²) gemessen. Für die Haut liegt die ideale Zone ungefähr zwischen 5 und 15 J/cm² – und dort möchten Sie konsequent bleiben. Zu wenig bringt wenig, zu viel ebenso.

3. Gleichmäßige Lichtverteilung
Sie möchten Ihre Haut so gleichmäßig wie möglich ausleuchten. Eine LED-Maske arbeitet jedoch immer mit einzelnen Lichtpunkten direkt über oder auf der Haut. Dadurch entstehen Hotspots direkt unter den LEDs, mit schwächeren Zonen dazwischen. Für die Haut ist das eine Einschränkung, weil ein gleichmäßiges Lichtfeld wichtiger ist als hohe Intensität an einer Stelle.

4. Hautkontakt – ja oder nein
Hier gibt es oft Verwirrung. Hautkontakt kann sehr wertvoll sein, aber nicht für alles. Wenn Sie möchten, dass das Licht besonders tief eindringt, etwa für Muskeln, Gelenke, Sehnen oder Organe, ist direkter Kontakt ideal. Für die Haut selbst möchten Sie etwas anderes: Sie möchten, dass das Licht auf der Haut wirkt – breit und gleichmäßig verteilt.

5. Temperatur und Komfort
Rotlicht wirkt über einen photochemischen Prozess, nicht über Wärme. Wärme ist daher kein Ziel. Bei Geräten, die direkt auf dem Gesicht sitzen, wie einer Maske, können eingeschränkte Belüftung und längerer Kontakt dennoch für Wärme sorgen. Das kann Irritationen oder unerwünschte Hautreaktionen auslösen.

6. Elektromagnetische Felder (EMF)
Dieser Punkt wird oft unterschätzt. Viele Geräte tragen ein CE-Zeichen, aber das sagt nur etwas über elektrische Sicherheit aus. Über elektromagnetische Felder sagt es nichts. Bei einer Maske sitzt die Elektronik direkt am Kopf – rund um Stirn und Augen. EMF-Werte werden selten sauber gemessen oder transparent kommuniziert.

7. Passform und Anwendung
Ein Gerät kann technisch hervorragend sein – wenn es unbequem ist, werden Sie es nicht nutzen. LED-Masken sitzen eng am Kopf und passen nicht bei allen gleich gut. Druckstellen an Stirn, Nase oder rund um die Augen sind häufig und variieren je nach Gesichtsform. Außerdem ist die Anwendung begrenzt, denn eine Maske ist nur fürs Gesicht geeignet.

Eine LED-Maske im Praxistest

Einen der gründlichsten Praxistests, die ich gefunden habe, hat VIVO Red Light Therapy durchgeführt – ein niederländischer Spezialist für Rot- und Nahinfrarot-Panels. Vor Jahren haben sie bereits mehrere frühe LED-Masken getestet. Diese Modelle fielen vor allem durch hohe EMF-Werte, schlechten Tragekomfort und ungleichmäßige Lichtverteilung auf.

Seitdem hat sich viel verändert. Das Angebot ist enorm gewachsen, die Masken sehen besser aus und die Versprechen klingen professioneller. Weil sich die Technik weiterentwickelt, hat VIVO Red Light Therapy erneut eine Maske getestet. Sie haben bewusst ein Premium-Modell gewählt, das in den Niederlanden noch selten verkauft wird, damit der Test niemandem direkt schadet. Unten habe ich ihre Ergebnisse zusammengefasst.

Wellenlängen

Die angegebene rote Wellenlänge stimmt: 630 Nanometer laut Hersteller, gemessen bei etwa 626,9 Nanometern. Das liegt sauber im wirksamen Bereich für die Haut. Die Maske enthält außerdem blaues Licht um 411 Nanometer und orangefarbenes Licht um 590 Nanometer.

Das sind keine falschen Wellenlängen. Blaues Licht um 415 Nanometer wird zum Beispiel bei Akne eingesetzt, weil es auf die beteiligten Bakterien abzielt. Für eine allgemeine Hautverbesserung, etwa Festigkeit und feine Linien, bringen blaues und orangefarbenes Licht wenig. Wenn Sie keine Akne haben, zahlen Sie im Grunde für Funktionen, die Sie nicht brauchen.

Lichtintensität

Direkt an der LED gemessen liegt die Intensität bei 10 Milliwatt pro Quadratzentimeter (mW/cm²). In der Praxis liegt die Maske nicht überall auf der Haut auf. An vielen Stellen bleibt ein Abstand von ein bis zwei Zentimetern. Da die LEDs keine Linsen zur Bündelung des Lichts haben, fällt die Intensität mit jedem Millimeter Abstand schnell ab.

Was bedeutet das für die Dosis? Angenommen, Sie nutzen die Maske 10 Minuten. Dort, wo die LED direkt auf Ihrer Haut sitzt, erhalten Sie maximal 10 × 600 ÷ 1000 = 6 J/cm². Das ist in Ordnung. Aber an Stellen mit ein bis zwei Zentimetern Abstand ist die Intensität deutlich niedriger – und damit auch die Dosis. Teile Ihres Gesichts können dann unter die ideale Zone fallen.

Lichtverteilung auf der Haut

Unter den LEDs zeigen sich klare Hotspots, dazwischen schwächere Zonen. Wie stark das ausgeprägt ist, hängt von Ihrer Kopfform und davon ab, wie die Maske sitzt. Zwei Nutzer:innen – oder sogar zwei Bereiche desselben Gesichts – können dadurch einen völlig unterschiedlichen Lichtreiz erhalten. In einem Test mit Papier in einem Abstand von einem Zentimeter blieben die einzelnen Lichtpunkte deutlich sichtbar. Von einem gleichmäßigen Lichtfeld kann keine Rede sein.

Elektromagnetische Felder

Das elektrische Feld ist angenehm niedrig bei 2 Volt pro Meter (V/m). Das ist ein Pluspunkt. Das magnetische Feld ist eine andere Geschichte: Auf Stirnhöhe wurden etwa 26 Milligauss (mG) gemessen. Das ist sehr hoch für ein Gerät, das Sie über längere Zeit direkt am Kopf tragen. Zum Vergleich: Bei gut konstruierten Panels, die mit Abstand genutzt werden, liegt das magnetische Feld am Nutzungsabstand oft nahe null – einfach, weil EMF mit der Entfernung schnell abnimmt.

Passform

Die Maske fällt eher klein aus. Bei einem größeren Kopf wird das Gesicht nicht vollständig abgedeckt. Die erhöhten Bereiche um die Augen sind theoretisch clever, weil sie das Licht etwas weiter von den Augen fernhalten. In der Praxis erwies sich das jedoch als einer der unbequemsten Bereiche, mit einem drückenden Gefühl rund um die Augen.

Flimmern

Zum Schluss wurde das Flimmern des Lichts gemessen. Flimmern sieht man oft nicht mit bloßem Auge, aber Augen und Gehirn können es wahrnehmen. Bei sensiblen Menschen kann das zu müden Augen oder Kopfschmerzen beitragen. Die Messung war nicht extrem, aber auch nicht optimal. Laut internationaler Richtlinie IEEE PAR1789 liegt die Maske im gelben Bereich. Für gelegentliche Nutzung ist das akzeptabel, für tägliche und längere Anwendung ist jedoch stabiles Licht im grünen Bereich vorzuziehen.

Sicherheit: Worauf sollten Sie achten?

Rotlicht ist grundsätzlich sicher, aber es gibt ein paar Punkte, die Sie im Blick behalten sollten.

Ihre Augen. Rotlicht ist nicht so schädlich wie UV-Licht, aber helles Licht sehr nah an den Augen ist nie ideal. Bei einer Maske sitzen die LEDs sehr nah an Ihren Augen. Halten Sie die Augen während der Session geschlossen oder verwenden Sie geeignete Schutzbrillen. Blaues Licht verdient zusätzliche Vorsicht. 2019 wurde sogar eine bekannte LED-Akne-Maske wegen eines möglichen Risikos für die Augen vom Markt genommen – insbesondere für Menschen mit bestimmten Augenerkrankungen.

Lichtempfindlichkeit. Wenn Sie Medikamente einnehmen, die Sie lichtempfindlicher machen, etwa bestimmte Antibiotika oder Aknebehandlungen, sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Das gilt auch bei Hauterkrankungen, die sich durch Lichteinwirkung verschlimmern.

Epilepsie und Migräne. Wenn Sie unter lichtgetriggerter Epilepsie oder Migräne leiden, seien Sie vorsichtig mit flackerndem Licht und konsultieren Sie zuerst eine Ärztin oder einen Arzt.

Schwangerschaft. Zur Anwendung von Rotlicht in der Schwangerschaft gibt es wenig Forschung. Im Zweifel sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt.

Tipps, um das Beste aus Rotlicht herauszuholen

Egal, ob Sie sich für eine Maske oder ein Panel entscheiden: Diese Tipps helfen Ihnen, mehr daraus zu machen:

Beginnen Sie mit sauberer Haut. Make-up, Sonnenschutz und reichhaltige Cremes können Licht blockieren oder reflektieren. Reinigen Sie Ihr Gesicht daher vor jeder Session.

Bleiben Sie konsequent. Drei- bis fünfmal pro Woche ist für die meisten Menschen ideal. Lieber kurze Sessions, die Sie durchhalten, als lange Sessions, die Sie nach zwei Wochen wieder aufgeben.

Halten Sie sich an die richtige Zeit und den richtigen Abstand. Mit einem Panel arbeiten Sie für die Haut meist in einem Abstand von 15 bis 30 Zentimetern, für fünf bis zehn Minuten. Folgen Sie den Herstellerangaben, schauen Sie aber auch auf die tatsächlich gemessene Intensität.

Kombinieren Sie sinnvoll. Nach Ihrer Session können Sie einfach Ihr Serum oder Ihre Tagescreme auftragen. Rotlicht und gute Hautpflege verstärken sich gegenseitig.

Machen Sie Fotos. Weil Ergebnisse schrittweise kommen, sehen Sie sie oft selbst nicht. Machen Sie alle zwei Wochen ein Foto im gleichen Licht. So werden Sie nach ein paar Monaten den Unterschied ganz sicher erkennen.

Checkliste vor dem Kauf eines Rotlicht-Geräts

Stellen Sie sich selbst oder dem Verkäufer diese Fragen:

Welche Wellenlängen nutzt das Gerät, und wurden sie tatsächlich gemessen?
Wie viele mW/cm² erreichen Ihre Haut wirklich, und in welchem Abstand wurde das gemessen?
Welche Messgeräte wurden verwendet? Ein günstiges Solarmessgerät liefert bei Rotlicht oft unzuverlässige Werte, während ein Spektrometer deutlich genauer ist.
Werden EMF-Werte geteilt, und in welchem Abstand?
Ist das Licht flimmerfrei?
Passt das Gerät zu Ihrem Gesicht, Ihrem Körper und Ihrer Routine?
Können Sie es auch für andere Körperbereiche nutzen?

Wenn Sie auf diese Fragen keine klaren Antworten bekommen, ist das an sich schon ein Warnsignal.

Die Schattenseite des Hypes

Mit der enormen Popularität von LED-Masken ist Messen kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. In den letzten zwei Jahren wurde der Markt von neuen Anbietern überschwemmt. Oft sind es bestehende Produkte, die unter einem neuen Markennamen verkauft werden – mit markigen Marketingversprechen und wenig echtem Wissen über Lichttherapie.

Messungen werden oft angedeutet, aber konkrete Werte oder die verwendeten Geräte werden selten geteilt. Das macht es Ihnen als Verbraucher:in schwer, Marketing von Realität zu trennen. Und das gilt nicht nur für Masken, sondern für Rotlicht-Geräte generell.

Gleichzeitig reift der Markt langsam. Wo Hersteller früher vor allem mit theoretischen Wattzahlen prahlten, veröffentlichen immer mehr inzwischen echte Spektrummessungen und gemessene Lichtintensität. Wenn Sie in öffentlichen Internetarchiven zurückschauen, sehen Sie jedoch, dass diese Transparenz bei vielen Marken erst kürzlich hinzugekommen ist.

Genau deshalb ist Kontext so wichtig. Messungen bedeuten nur etwas, wenn sie korrekt durchgeführt und richtig angewendet werden. Dass dabei manchmal wirklich etwas schiefläuft, zeigt ein Beispiel, das VIVO Red Light Therapy beschreibt: 2025 entschied die niederländische Werbekodex-Kommission (Reclame Code Commissie), dass eine niederländische Vergleichswebsite für Rotlichttherapie irreführend war. Die Seite gab sich unabhängig, während das Ergebnis tatsächlich vom Verkäufer selbst bestimmt wurde.

Maske oder Panel: Was passt zu Ihnen?

Ganz einfach gesagt:

Eine LED-Maske passt zu Ihnen, wenn Sie vor allem Komfort suchen, nur Ihr Gesicht behandeln möchten und ein Gerät wollen, das Sie ohne Aufbau nutzen können. Wählen Sie dann unbedingt eine Maske mit gemessenen roten Wellenlängen, flimmerfreiem Licht und guter Passform.

Ein Rotlicht-Panel passt zu Ihnen, wenn Sie ein gleichmäßiges Lichtfeld möchten, die Dosis über Abstand und Zeit selbst steuern wollen, so wenig EMF wie möglich in Kopfnähe wünschen und das Gerät auch für Nacken, Dekolleté, Rücken, Muskeln oder Gelenke nutzen möchten.

Fazit: LED-Masken im richtigen Verhältnis

LED-Masken haben zweifellos zur Popularität von Rotlicht beigetragen. Sie haben das Thema zugänglich gemacht und waren für viele Menschen der erste Einstieg. Das verdient Anerkennung.

Gleichzeitig zeigen Praxismessungen, wo die Grenzen liegen: ungleichmäßige Lichtverteilung, eine je nach Zone variierende Dosis, hohe magnetische Felder rund um den Kopf, begrenzte Anwendung und eine Passform, die nicht für alle bequem ist. Dazu kommt, dass Spezifikationen oft eher auf Annahmen als auf echten Messungen beruhen.

Das heißt nicht, dass eine LED-Maske nicht wirkt. Es heißt, dass Design, Anwendung und Messmethode bestimmen, wie viel Ergebnis Sie realistisch erwarten können.

Bei Rotlicht geht es nicht nur um das Licht selbst, sondern vor allem darum, wie Sie es anwenden. Die richtigen Wellenlängen, eine vorhersehbare Dosis, ein gleichmäßiges Lichtfeld, geringe EMF-Belastung und eine Form, die Sie wirklich regelmäßig nutzen. Diese Kombination macht den Unterschied zwischen einem netten Erlebnis und einer durchdachten Behandlung.

Deshalb empfehlen wir bei Dutch Health Store oft ein Rotlicht-Panel: Damit können Sie Abstand und Dosis selbst steuern und es auch für andere Körperbereiche nutzen. Natürlich verfolgen wir neue Entwicklungen weiter – immer auf Basis von Messungen und praktischer Erfahrung.

Sie sind unsicher, was zu Ihnen passt? Melden Sie sich gern. Ich helfe Ihnen gerne bei der Entscheidung.

Quellen

VIVO Red Light Therapy, Michel Peters. LED-Gesichtsmasken: Hype oder sinnvoll für Ihre Haut? (LED face masks: hype or worthwhile for your skin?). Blog, veröffentlicht am 10. Januar, aktualisiert am 19. August. Quelle der Messergebnisse in diesem Blog.

Wunsch A, Matuschka K. (2014). Eine kontrollierte Studie zur Wirksamkeit der Behandlung mit rotem und nahinfrarotem Licht hinsichtlich Patientenzufriedenheit, Reduktion feiner Linien, Falten, Hautrauigkeit und Zunahme der intradermalen Kollagendichte. Photomedicine and Laser Surgery, 32(2), 93 bis 100.

Avci P, et al. (2013). Low level laser (light) therapy (LLLT) in skin: stimulating, healing, restoring. Seminars in Cutaneous Medicine and Surgery, 32(1), 41 bis 52.

Huang YY, et al. (2009). Biphasic dose response in low level light therapy. Dose Response, 7(4), 358 bis 383.

IEEE Standard 1789 (2015). Empfohlene Verfahren zur Modulation von Strom in Hochleistungs-LEDs zur Minderung gesundheitlicher Risiken für Betrachter:innen.

Passen Sie gut auf sich auf!
In Liebe,
Wilma

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